Bis zum nächsten Mal!
Wir haben gelitten, gefeiert und getippt. Was für eine WM!
Wir gratulieren den besten Torpropheten Antonio Vera (1. Platz), Michaela Abromeit (2.), Gunnar Proske (3.), Holger Wiesse (4.), Markus Preissner (5.), Kooba Wawtschinjack (6.), Moritz Grzonka (7.), Anne Gorka (8.) sowie Christian Eckert und Christopher Windecker (9.) und Thorsten Klimmek (11.) zu ihrer krakenverdächtigen Tippsicherheit.
Die Gruppenwertung - und damit Tickets für den Safaripark Stukenbrock - gewinnen die T-Center Kicker. Herzlichen Glückwunsch noch einmal an alle hervorragenden Tipper!
Für die Europameisterschaft 2012 wollen wir das Tippspiel noch etwas ausbauen. Einige Ideen haben wir schon, aber wir freuen uns immer über Vorschläge, Wünsche und natürlich auch Manöverkritik per mail an tippspiel@webfactory.de!
Vielen Dank für's Mitspielen und vielleicht bis zum nächsten Mal sagt
das Team der webfactory
...und verabschiedet sich mit einer kleinen Zusammenfassung der Weltmeisterschaft aus unserer Sicht:
AUS! VORBEI!
Vor vier Wochen war noch alles offen, Löw vom Schicksal gebeutelt. Im Tor stand ein Neuer, unser Kapitän war Lahm, der Rest eher unbekannt. Und so jung. Dann kam ein großartiger Erfolg gegen Australien, eine bittere Niederlage gegen Serbien, der Nervensieg im letzten Gruppenspiel gegen Ghana. Plötzlich waren sie doch alle unsere Jungs, neue Helden mit neuen Träumen.
Es folgte ein Achtelfinale der Superlative. "Nur im Spiel Deutschland - England darf Deutschland aus einem 2:2 noch einen 4:1 Sieg machen" konnte man später in der internationalen Presse lesen. Immerhin konnten England, Italien und Frankreich sich den Rückflug nach Europa teilen. Da half auch kein Trainingsstreik, keine präsidiale Mannschaftsauflösung und kein Lippi-Urlaub mehr.
Kaum hatten Medien und Zuschauer eine erstaunliche Dominanz der südamerikanischen Teams bemerkt, begannen diese zu stolpern. Brasilien kam nicht an Holland vorbei, Argentinien wurde weggemüllert, Paraguay verlor gegen Spanien. Nur Uruguay stemmte sich der europäischen Übermacht entgegen, musste aber gegen Ghana handgreiflich werden, um weiter zu kommen. Mit Ghana verließ im Viertelfinale die letzte Mannschaft des Gastgeberkontinents das Turnier.
Dann passierte das Unfassbare: Paul, längst zu globaler Prominenz aufgestiegen und seines Zeichens scheinbar unfehlbares Okrakel, sagte eine Niederlage gegen Spanien voraus. Deutschland war geschockt. Mathematiker wurden ebenso konsultiert wie Tierärzte, manche Fans kramten gar die Calamares-Rezepte der Argentinier wieder hervor. Es half alles nichts: Deutschland verlor gegen eine starke Mannschaft aus Spanien. Ob wir mit Müller besser gewesen wären? Paul könnte es wissen.
So jedoch trafen wir in unserem letzten Spiel auf Uruguay, um noch einmal richtigen Fußball zu spielen. Spannung war trotz positiver Prognose durch Paul inklusive: frühe Führung, Ausgleich, dann sogar 2:1 für Uruguay. Aber Deutschland spielte mit Köpfchen und konnte das Spiel am Ende mit 3:2 für sich entscheiden.
Wenigstens wurde im "kleinen Finale" Fußball gespielt. Im Endspiel zwischen Holland und Spanien sah das über weite Strecken anders aus, vom Wettfoulen im 10-Sekunden-Takt bis zu artistischen Kung-Fu-Kicks war alles dabei. Statt eines schönen Spiels von Weltklasseformat hatte sich Holland leider für "Voetbal brutal" entschieden. Zum Glück gewann Spanien trotzdem, so dass sich zumindest unsere schweizer Nachbarn damit brüsten können, den Fußballweltmeister 2010 geschlagen zu haben.
Hier und dort hört man, Deutschland sei die beste Mannschaft des Turniers gewesen, während andere sich zu sehr auf Ergebnisfußball beschränkt hätten. Uns ist das fast schon egal, wir feiern einen tollen dritten Platz, ein Bundesverdienstkreuz, einen Torschützenkönig und freuen uns natürlich auf die nächsten Turniere unserer Jungs.
Fankurve
Schon 1536 Fans in der Arena. Und auch ohne Tickets könnten Sie dabei sein!